Hi Leute,
auch ich möchte
Euch ein bißchen von mir erzählen. Ich bin "Chiva vom Erdburger
Moor", eine braune Dobi-Hündin, die im April 2001 das Licht der
Welt erblickte. Nachdem ich nach acht Wochen meine Mama, meine
Geschwister und auch den lieben Winny (mein Züchter) verlassen musste,
zog ich zu meinem Papa Bino (vom Aurachgrund). Da mein Papa so ein
toller Kerl war und sogar an der deutschen Meisterschaft teilgenommen
hat, hatten Werner und Sibylle (meine neuen Paten und gleichzeitig die Züchter
des Zwingers "vom-Aurachgrund") Großes mit mir vor. Ich
sollte ihre neue Zuchthündin werden, worauf ich mich auch schon mächtig
gefreut hatte, denn schließlich sind Babies doch so süß. Eines Tages
aber merkten die Beiden dann, dass ich zur Zucht eventuell gar nicht so
geeignet sei, da ich immer größer wurde und den Standart schon überschritten
hatte. Nach langem Hin und Her hatten sich Werner und Sibylle dann
entschlossen, sofern Sie denn Jemanden finden würden, bei dem ich gut
aufgehoben wäre, von mir zu trennen. Nach etlichen Telefonaten, hatte
sich dann ein junger Kerl aus dem Ruhrpott angekündigt, der sich auf
den weiten Weg hier ins Frankenland machen wollte. Er hielt sein Wort
und stand am Samstag, den 08.06.2002 bei uns auf der Matte. Zunächst
war er mir mit seiner Freundin und dem rüpelhaften Triton gar nicht so
geheuer, aber nachdem wir den ganzen, im übrigen einen sehr schönen
Tag zusammen verbrachten, entwickelte sich beiderseits eine gewisse
Sympathie. So kam es, dass meine letzte Nacht in meinem alten Zuhause
gekommen war und ich am nächsten Tag abgeholt wurde. Als Patin Sibylle
mir mit Tränen in den Augen zuwinkte war mir ja schon ein bisschen
mulmig, aber jetzt war ich ja in diesem Auto praktisch gefangen. Nach
gut 1 1/2 Stunden machten wir dann die erste Pause, die ich nutzte, um
mal zu schauen, wie schnell denn meine "Neuen" so sind, in dem
ich ein lustiges Fangenspiel auf dem Rastplatz startete. Ich sah dann
aber relativ schnell das damit verbundene Risiko ein und sprang zur
Erleichterung aller Beteiligten von alleine wieder ins Auto. Es lagen
noch ein paar Stunden Fahrt vor uns und meine neuen "Dosenöffner"
waren noch mehr erfreut, als überrascht, wie schön ich während der
ganzen Fahrt stillgehalten hatte, denn sowas waren sie von meinem neuen
Kollegen, dem "Dickerchen" Triton anscheinend gar nicht
gewohnt.
Ich hatte
die lange Fahrt noch nicht ganz verdaut und mein neues Heim erstrecht
noch nicht erkundet, da klingelte es auch schon an der Tür. Herrchens
komplette Familie stand da und war angetreten zur Stippvisite und das,
obwohl ich mir doch schönere Sachen hätte vorstellen können, als gar
schon soviel Besuch zu empfangen... Doch damit nicht genug, in den
darauf folgenden Tagen kamen immer mehr Leute, die mich kennenlernen
wollten, wovon ich gar nicht so begeistert war. Naja, ich hab` mich dann
einfach in der ersten Etage versteckt und konnte somit der ganzen Unruhe
entfliehen. Mittlerweile hab` auch ich mich hier richtig gut eingelebt
und find` auch Besuch gar nicht mehr sooo schlimm, denn so manch Einer
hat sogar öfter mal ein Leckerchen parat. Auch den "Dicken"
hab` ich richtig lieb gewonnen, mit dem kann man echt "Pferde
stehlen" gehen.