Hallöchen!
Mein
Name ist Triton, besser bekannt als: Bärchen, Dickerchen, Triti, Digio,
etc. Ich bin im Februar 2000 geboren und ein ganz liebenswerter
Dobi-Rotti-Mix. Zu meinen ersten Lebensmonaten kann ich Euch leider gar
nicht viel erzählen, da meine Erinnerung schlichtweg wie weggeblasen
ist. Aber eins weiß ich noch ganz genau:
-März
2001: Es schien ein ganz normaler Tag zu sein, ich ging mit meinen
damaligen Besitzern aus dem Haus und dachte mir nichts schlimmes. Wir
gingen durch den mir wohl bekannten Stadtpark, als Herrchen mich plötzlich
an einem Baum anleinte. Ich dachte, das wird schon seine Gründe haben,
dass er so was tut und war auch nicht sonderlich beunruhigt als Herrchen
sich langsam aber sicher entfernte. Doch als Herrchen weiter und weiter
ging, da wurde ich langsam stutzig. Ich fing vorsichtshalber an zu
wimmern, doch er war längst so weit weg, dass er mich schon gar nicht
mehr hörte. Ich war am Boden zerstört, Stunde um Stunde verging doch
Herrchen kam nicht. Viele fremde Leute, die mir gar ein wenig Angst
machten blieben stehen und sagten so was wie. "Och, guck mal der
arme kleine Hund, den hat wohl jemand da angebunden" oder "Wo
ist denn das Herrchen von dem Kleinen?", da war mir plötzlich
klar, dass meine Lage doch ernster war, als es zunächst schien. Auf
einmal kamen zwei fremde Zweibeiner auf mich zu. Vorsichtig, geradezu
skeptisch sahen Sie mich an und kamen immer näher. Sie sagten.
"Na, wer bist denn du?" und leinten mich ab. Ich geriet in
Panik, wollte doch nicht einfach mit fremden Männern mitgehen und außerdem
würde Herrchen doch ganz bestimmt bald kommen, um mich wieder
abzuholen. Andererseits war mir kalt und ich war hungrig, so ließ ich
mich ohne Widerstand zuleisten "abführen". Ich stieg in ein
dunkles Auto und nach ein paar Minuten Fahrt öffnete sich die
Heckklappe. Ich hörte viele meiner Artgenossen kläffen und es lag ein
Gefühl der Trauer in der Luft. Ich war im Tierheim gelandet. Konnte
aber doch bestimmt nicht von langer Dauer sein, Herrchen hatte mich
bestimmt nur vergessen und so wartete ich Tag für Tag, dass er mich
holen kommen würde. Wochen vergingen und ich begann mich schlechter zu
fühlen. Ich hatte schon 4kg abgenommen und mir die Ellenbogen wund
gelegen. Ich war traurig und hatte fast jegliche Hoffnung verloren, noch
mal in eine nette Familie zu kommen. Auch mein Vertrauen zu den Menschen
war nicht mehr das Beste, da alle die mich abholten, mich auch nach
einer halben Stunde wieder zurück in den Zwinger brachten.
Ein
weiterer ganz normaler Tierheim-Tag brach an, als plötzlich ein damals
21-jähriger Zweibeiner den Hundetrakt betrat und prompt an meinem
Zwinger stehen blieb. Er schien mich zu mögen und ging auch mit mir ein
Ründchen gassi. Doch nach einer halben Stunde brachte mich auch dieser
Jüngling wieder zurück in den Zwinger. Allerdings ging er nicht
sofort, wie die ganzen anderen Leute. Nein, er blieb noch eine ganze
Weile bei mir knien und sagte: "Weißt du was? Ich werde meiner
Freundin von Dir erzählen und dann komm` ich Dich morgen früh wieder
besuchen". Ich zweifelte daran und konnte es kaum glauben, als er
tatsächlich am nächsten Tag, es war ein Samstagmorgen, wieder auf der
Matte stand. Er war nicht alleine, neben einem Fotoapparat hatte er auch
seine Freundin mitgebracht, die mir sehr ängstlich schien. Mit meinem
freundlichen Wesen, hatte ich jedoch das Eis zwischen uns schnell
gebrochen. Wir gingen ein wenig länger spazieren und nichts desto
trotz, landete ich wieder in dem von mir so verhassten Zwinger. Am
Montag darauf kam mein neuer Freund unerwartet ein drittes Mal und ich
freute mich schon riesig ihn zu sehen und es ging wieder raus ins
"Grüne". Da er allerdings sicher gehen wollte, ob ich auch
wirklich ein lieber Kerl bin, brachte er mich für einen Zeitraum von über
drei Wochen immer wieder ins Tierheim zurück. Gut, unsere Ausflüge
wurden länger, wir fuhren mit dem Auto in die Ruhrwiesen und so weiter,
aber dennoch brachte er mich jeden Tag zurück.
Am
22.05.2001 war es dann endlich soweit. Ich hatte es schon so im Gefühl!
Alle Pfleger drückten und streichelten mich. Ja, Sie verabschiedeten
sich richtig von mir. Ich war ein FREIER Hund mit einem neuen
Zuhause. Bei Herrchen angekommen wurde mir erst mal klar, was ich für
ein Glückslos gezogen hatte: Ich kam in ein Wohnzimmer, in dem ein großes
Körbchen auf mich wartete, es duftete nach getrockneten Schweineohren
und auch die Gartentür stand schon offen. Aufgeregt begutachtete ich
mein neues Reich und war mehr als nur zufrieden. Anfangs wich ich meinem
neuen Herrchen nicht mehr als 5m von der Seite, aus Angst auch ihn
wieder zu verlieren, aber jetzt wohne ich schon fast zwei Jahre hier und
habe auch keine Bedenken mehr, noch einmal so enttäuscht zu werden!!!
P.S.:
Altes Herrchen: Du kannst froh sein, dass mein "Papa" mich so
lieb hat und sich freut, dass uns das Schicksal zusammen geführt hat,
denn sonst würd` ER Dir mächtig in den A... beißen!!!